Woges-Treppenhauslauf: Coronavirus sorgt für Absage

Am 4. Juli hätte es im und vor dem Herner Rathaus wieder rund gehen sollen. Nicht nur bei den vier Wohnungsgenossenschaften der Marketinginitiative Woges, sondern auch bei vielen Herner Bürgern und Hobbysportlern war der Treppenhauslauf am internationalen Tag der Genossenschaften fest eingeplant. Doch gemäß dem Beschluss von Bund und Ländern bleiben Großveranstaltungen bekanntlich bis zum 31. Oktober 2020 verboten. Eine Anpassung des Veranstaltungskonzepts an die aktuellen Hygieneauflagen wäre nicht realisierbar gewesen. Hierfür hätte unter anderem eine Nachverfolgung der Besucher gewährleistet werden müssen. Somit blieb den Woges-Verantwortlichen am Ende nur noch die Absage. 

 Besonders für die drei Spendenempfänger – Herner Tafel, Tierschutzverein Herne-Wanne und die Beratungsstelle Schattenlicht – eine Hiobsbotschaft. Die Herner Vereine sind jährlich auf Spenden angewiesen, um ihre sozialen Angebote aufrecht zu erhalten. Doch die wirtschaftliche Ungewissheit, welche mit der Corona-Pandemie einhergeht, hat bei vielen Menschen zu einer Reduzierung der Spendenbereitschaft geführt. Entsprechend schnell stand für die Woges-Verantwortlichen fest, hier zu helfen. So erhalten die drei Institutionen jeweils ihren Sockelbetrag in Höhe von 1.000 Euro. Diese Summe diente den Vereinen bereits in den vergangenen Jahren als feste Einnahme und wurde durch die jeweiligen Läufe sowie zusätzlichen Spenden erhöht. 

„Wir möchten mit der Aktion ein Zeichen setzen und den gesellschaftlichen Stellenwert dieser drei Vereine hervorheben. Die umfangreichen Angebote der Vereine – im Regelfall finden die Arbeiten ehrenamtlich statt – bieten für viele Herner Bürger und Bürgerinnen einen enormen Mehrwert und sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken“, erklärt Woges-Sprecherin Sonja Pauli. Zudem macht sie deutlich, dass es noch viele weitere Institutionen gibt, die es zu unterstützen gilt: „Wir als Gesellschaft befinden uns gemeinsam in einer nie dagewesenen Situation. Nun gilt es als Kollektiv diese Krise zu meistern. Jeder mit dem Beitrag den er leisten kann. Es wäre jedoch ein fatales Zeichen, wenn am Ende der Corona-Pandemie das Soziale in unserer Gesellschaft auf der Strecke geblieben wäre“, ergänzt Pauli.

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